Dahlem 2011
In der Eifel, auf der Kartbahn “Dahlemer Binz”, trafen sich die Scooteristen der Szene zum 3.Lauf der EST und dem 2.Lauf im Stage6 Cup. Trotz extrem widriger Witterungsbedingungen, sollte das Können bewiesen und mit großer Leidenschaft untereinander verglichen werden. Da das schlechte Wetter aber alle betraf, mussten sich Fahrer und Teams etwas einfallen lassen. Die Wahl der Pneus war hierbei besonders wichtig.
Hier war festzustellen,daß der Newcomer PMT sich wohl am besten durchgesetzt hat. Heidenau und Dunlop Pneus sind nur durch Ihre Topfahrer gut präsentiert worden. Die Reifenhersteller, die es sportlich nehmen, können durch solche Erfahrungen ihre Chargen und Produkte in Zukunft noch weiter verbessern.
Einen sehr guten Einstand gab Ralf Krone als Rennleiter, der mit der Unterstützung von Willy Kröger auch großes Lob von den Organisatoren der EST erntete. Trotz vieler technischer Probleme, wie z.B.Wasser im Vergaser, Abstimmungsfehler, klemmende Varios etc., die das Leben der Mitstreiter sehr schwer gemacht haben, war der ordentliche Veranstaltungsablauf nie gefährdet. Jeder hielt sich an den vorgegebenen Zeitplan und zur Siegerehrung standen alle Teams, trotz Dauerregen, ihren Mann oder Frau, um die Sieger zu beglückwünschen.
In der Einsteigerklasse 5 wird es wohl noch sehr heiß hergehen, hier meldete sich eindrucksvoll Siegfried Bayer (Team Rollershop) zurück. Damit wird er Daniel Mumbach noch das Leben schwer machen. Leider ist Denis Krenski mit den Wetterbedingung nicht ganz zurecht gekommen und musste nach einem Sturz ausscheiden. Dadurch werden die anderen Teilnehmer beim nächsten Mal sicher noch mehr motiviert, um die Podiumsplätze zu kämpfen.
Klasse 1 (Scooter bis 50ccm)
Hier waren mehr die technischen Probleme auf der Straße, als das die Fahrer ihr Können aufzeigen konnten. Es war nicht das Wochenendeder sonst erfolgreichen Fahrer, hier wird manch einer lieber Verdrängen als Erinnern wollen. Dadurch sind diesmal keine spannenden Nachrichten aus dieser Klasse zu vermelden.
Klasse 2 (Scooter bis 70ccm 12′Zoll)
In dieser stark belegten Klasse war diesmal Christian Hecker vom Team Racing Planet besonders auffällig. Nach seinem starken Auftritt in der Qualifikation, krönte er seine Leistungen in beiden Läufen mit dem Podium! Für die beiden Teamleiter Holger Gottstein und Markus Becker ist damit sicher ein Traum nach 8 harten Jahren Entwicklung in Erfüllung gegangen. Auch die Entscheidung auf R/T Zylinder umzurüsten, scheint für den SF10 Motor des Racing Planet Teams die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Das wird natürlich die Entwickler bei Scooter Attack sehr freuen und ist besonders für Thilo Nast eine erfreuliche Nachricht. Auch bei HK Performance lief alles wie am Schnürchen. Swenja Mengel hat den Jungs zeitweise nur Ihren blonden Zopf in der Rückansicht gezeigt und fuhr bei Regen mächtig nach vorne. Ihre Qualifikationsposition auf Nummer 5 war somit keine Eintagsfliege. Vor den Platzierungen 4 und 5 in den beiden Läufen, zog das Fahrerlager respektvoll den Hut. Markus Andrucewicz (HK / Scooter Attack) und Kevin Chadrysiak (AST-Racing) blieben Ihrer Favoritenrolle gerecht. Leider hatte Max Moutschka (Rollershop Frankfurt), trotz starker Qualifikationleistung, Pech mit seinem starken Malossi-Triebwerk. Genaueres wird er uns sicherlich noch verkünden. Stephane Monaya (Schweiz) ist ebenfalls mit dem selben, leistungsstarken Malossi-Triebwerk unterwegs gewesen. Die absolut ungünstigen Wetterbedingungen ließen aber keine zweifache Podiumsplazierung zu. Und fairerweise ist hier anzumerken, dass unser geliebter “Rollerhotte” im 2.Lauf sein absolutes Regenerlebnis hatte und sich weit vom Mittelfeld absetzen konnte. Und das mit einem serienmäßigen Regen bzw.Winterreifen K66/LT von Heidenau!
Klasse 3 (Scooter bis 70ccm 10′Zoll)
In der Königsklasse wurde sich ebenfalls nichts geschenkt. Jan Weber beherrschte das Gesamtfeld in beiden Läufen. Mit der Performance von Hendrik Keller und dem R/T Material schien ebenfalls eine tolle Kombination gefunden worden zu sein. Was aber für immense Spannung sorgte, waren die Platzierungen dahinter. Hier schenkten sich Remo Beck (HK), Chris Spiecker (AST) und Denis Chadrysiak (AST) nichts und fuhren zeitweise über das Limit hinaus. Mit Handycap aus dem hinteren Feld gestartet, fuhr Oliver Knecht (Polini/WMS) ebenfalls beachtlich nach vorne. Michael Lewicki (Rollerdirekt) zeigte ebenfalls einmal mehr, dass auch er zu den Topfahrern gehört.
Klasse 4 (Bigbore)
Ein tollen und spannenden 1.Wertungslauf lieferten sich Alex Wahner (Polini/WMS) und Nicolai Godl (SpeedFactory). Hier setzte sich die immense Erfahrung von Alex schlussendlich durch. Leider konnte Nico aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr am 2.Lauf teilnehmen. Boris Bannewitz hatte in diesem Rennen mit Heiko Spiecker viel zu tun. Heiko lebte im Regen förmlich auf und machte neben Boris auch Dominic Scheiwer das Leben auf der Strecke schwer. Schade nur, dass sein Clan keine richtige Notiz davon genommen hatte. Ich freute mich dafür umso mehr für Ihn und kann seine respektable Leistung, die völlig zu recht mit einem Pokal versüßt wurde, nicht genug loben.
Langstrecke(LSC)
Wenn es den, im Reglement 2010 vereinbarten, notwendigen Fahrerwechsel nicht gegeben hätte, wäre es beim Racing Planet Team auf eine One-Man-Show hinausgelaufen. In der Wertungsklasse S3 stellte Christian Hecker sein Können bravourös unter Beweis und gewann mit seinem Team das Rennen. Durch Motorstillstand konnte die Jumarcrew diesmal den großen Abstand nicht mehr wett machen. Das Neueinsteiger-Team “Rollerdirekt” ließ es ebenfalls richtig krachen. Wir dürfen gespannt sein, wo die Reise für das neue Team hingeht. Aber auch im Langstreckenlauf spielte Petrus nicht mit und hat vielen Teams die Weiterfahrt vermiest. Spektakulär ist eine Langstreckenveranstaltung immer, dass zeigte die Situation zum vermeintlichen Rennabbruch wegen Hagel erneut. Da wir Langstreckenheinis aber harte Jungs sind, haben wir diesen aber mit Nachdruck und in gegenseitigem Einverständnis abwenden können. Prognosen zum Endstand und dem Ausgang am Jahresende sind an dieser Stelle aber völlig verfrüht, freut euch weiterhin aufSpannung pur!
Auch unsere treuen Jungs vom Stage6 Cup möchte ich hier begleitend nennen und auswerten.
Klasse R/T
Hier setzte Mirko Wellers ein sehr positives Zeichen und lieferte eine erstklassige Performance ab. Aber es bleibt weiterhin spannend, denn Stefan Kühnle und Florian Kautz sind dicht dran. Kein gutes Wochenende hatte Team Hanser. Es wollte einfach nicht so klappen, wie man es von ihnen gewohnt ist. Anzumerken ist aber, dass das technische Reglement für diese Klasse strenger ist. Aber das betrifft eben alle Cup-Fahrer. Die mitgereisten Zuschauern sorgten bei den Jungs aber auch außerhalb der Piste für eine Menge Motivation. Auch wenn der Dauermeister Albert Heigold fehlte, blieb das Niveau auf dem gewohnt hohen Stand. Wir alle von der EST haben sicher noch viel Freude am Cup.
Klasse Sport
Am besten klargekommen ist Sascha Becht (Speedfactory), er war in beiden Läufen der absolut Dominierende! Obwohl manchmal mit zu viel Messer und Biss unterwegs, nahm Ruben Boese dessen Alleingang nicht willenlos hin. An dieser Stelle möchten wir nochmals um Fairness bitten. Diese Klasse war erstaunlich gut besucht,so dass Olli Nehl bestimmt einen Grund zur Freude hatte. Eine kleine Regengottkrone darf sich an diesem Wochenende Alex Eberle aufsetzen. Der Junge hat wirklich alle überrascht! Lob an ihn und seine Teamkameraden, die ihn erstklassig unterstützten.
Leider fehlen mir hier weitere genaue Daten, sodass dieser Bericht eventuell etwas kurz ausfällt. Ich bitte höflichst um Nachsicht und versuche dies zu verbessern.
Großen Dank noch einmal an Kay und Bäumchen, die mit tollen Aufnahmen, Bildern und Statements das Geschehen würdig und kompetent dargestellt haben.














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